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Sankt Petri beim UN-Rollenspiel in Kiel

 
Kommunikation, Kooperation, Kompromiss - das sind die drei großen K der Diplomatie. So wurde es auf jeden Fall unseren Schülerinnen und Schülern bereits bei der Eröffnungsveranstaltung des Model United Nations Schleswig-Holstein (MUN-SH) in Kiel vermittelt. Zum zweiten Mal nahm unsere Schule nun an einer Simulation der Vereinten Nationen teil, zum ersten Mal waren wir jedoch im Kieler Landtag zu Gast. Neben unseren sechs Delegierten fanden sich noch mehr als 400 weitere politikinteressierte junge Menschen aus Deutschland und von deutschen Schulen weltweit in Kiel ein.
 
Unsere Schülerinnen und Schüler mit Zielen der UNO für globale nachhaltige Entwicklung
 
 
Trotz der genannten Richtlinien der Diplomatie erlebten Bente und Rasmus aus der 9, Ugnius aus der 11 und Lara, Nea und Ole aus der 12, wie schwierig es ist, in der Staatengemeinschaft gemeinsame Lösungen für die drängenden Fragen der Menschheit zu finden. Ein globaler Pakt für Flüchtlinge, das Verbot der Neuentwicklung von Massenvernichtungswaffen oder die Situation in Libyen waren nur einige der Themen, zu denen Resolutionen verabschiedet werden sollten. Dabei nahmen vier aus unserer Gruppe die Position und Sichtweise Kuwaits ein und vertraten dieses Land im Sicherheitsrat, der Generalversammlung und im Hauptausschuss, während Nea und Lara Lobbyarbeit für die NGO "International Rescue Committee" betrieben und versuchten, durch Aktionen und Beratung die Entscheidungsfindung in den Gremien zu beeinflussen.
 
Der Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtags in Kiel
 
 
Schwierig war es, weil die drei großen K trotz aller guten Vorsätze in der Realität - auch der simulierten - oft nur schwer umzusetzen sind: So kam es auch beim MUN in Kiel zu verhärteten Fronten, verbalen Attacken und Alleingängen - ganz so wie in der Realität eben. Doch trotz dieser Herausforderungen standen am fünften Tag der Veranstaltung einige verabschiedete Resolutionen zu Buche, sodass die übermüdeten Teilnehmer glücklich und zufrieden heimkehrten.
 
Neben der Simulation der Vereinten Nationen gab es auch ein akademisches Rahmenprogramm, welches durch teils hochkarätige Vorträge und Diskussionen eine interessante Verknüpfung mit der politischen Realität bot. Auch nach dem offiziellen Programm war für unser Gruppe nur selten Ruhe angesagt, hatten wir doch mit über 200 anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Mailand, Madrid, Istanbul und anderen spannenden Orten die Kieler Jugendherberge in Beschlag genommen. So wurden die Nächte kurz und die Tage lang …
 
Insgesamt war das MUN-SH in Kiel eine hervorragend organisierte Veranstaltung auf hohem Niveau. Unsere Schülerinnen und Schüler bildeten sich politisch weiter, machten viele spannende Erfahrungen und hatten viel Spaß. Wir werden bestimmt auch im nächsten Jahr wieder mit unserer MUN-AG zu den Model United Nations nach Kiel reisen!
 
Dominik Schlüter und Jürgen Sacht
 
Unsere Vertreter bei MUN-SH: Jürgen, Nea, Rasmus, Bente, Ole, Lara, Ugnius und Dominik (von links nach rechts)