NYHEDER


 

Schlender and remember

 
Vom 6. bis 11.Mai waren wir, die zehnte Klasse des Sankt Petri Gymnasiums, zusammen mit unserer Klassenlehrerin Ingrid Adamczak und unserem Französischlehrer Bernd Wisskirchen auf Studienfahrt in Paris. Morgens um 5 Uhr ging es schon los, und nach zweistündigem Flug suchten wir unser sehr charmantes Hostel Les Piaules in Belleville auf.
  
Belleville liegt im 20. Arrondissement und ist seit den 1960er Jahren ein multikulturelles, sehr facettenreiches Viertel mit vielen Einwanderern, hauptsächlich aus dem asiatischen und arabischen Raum. Was dieses Viertel auszeichnet wurde uns bei einem Rundgang deutlich:
Eine bunte Mischung aus zahlreichen Restaurants und Cafés, auch Ateliers und Galerien und trubeligem Wochenmarkt. Hier wurde die Chansonsängerin Edith Piaf geboren, und hier fiel die letzte Barrikade der Pariser Kommune. Vom Parc de Belleville konnten wir ganz Paris überschauen, wohingegen auf dem Cimetière Père Lachaise halb Paris begraben liegt. Um prominente Persönlichkeiten zu finden, veranstalteten unsere Lehrer dort mit uns eine Selfie-Staffette, bei der die Gewinner mit süßen Crepe belohnt wurden. Mehr Tote gab es nur in den Katakomben, deren 230 Stufen uns tief in den Bauch der Großstadt führten.
 
                     
  
Ingrid und Bernd war es wichtig, dass wir Paris erlaufen sollten. Also schlenderten wir - bei durchwachsenem Wetter - viel durch die Stadt, um möglichst viel von Architektur, Kunst und Kultur mitzubekommen. Hier war auch Street Art mit dabei: zum Auftakt begaben wir uns in die Rue d’Aubervilliers, wo eine 400 m lange Mauer mit Street Art von bekannten Graffitikünstlern wie Pascal Boyart (PBoy) auf uns wartete. Mit ihm hatten wir uns im Französischunterricht beschäftigt, denn seine Variante von Delacroix´ „La Liberté guidant le peuple“ zitiert nicht nur Victor Hugos Les Misérables, sondern hat auch die Proteste der Gilets jaunes zum Thema.
 
                     
  
Neben Street Art standen einige Kunstmuseen auf dem Programm. Das Musée d'Orsay, ein ehemaliger Bahnhof, beeindruckte durch seine Architektur und seine impressionistische Kunst, die uns Felix (,,Herzlich Willkommen zu meinem Vortrag!”) und Laura Valore näher brachten. Im Centre Pompidou, dessen Architektur uns Clara erklärte, standen moderne Kunst und Fotografie im Zentrum. Sehenswert, wenn auch nicht immer ganz verständlich. Verständlich war aber Laura Vanagas fachkundige Präsentation zu Monets Seerosen, im Musée d'Orangerie, wohin wir vor starkem Regenguss flüchteten.
 
                     
 
Nach dem Brand von Notre Dame kamen wir leider nicht näher als 100 Meter an die berühmte Kathedrale heran, dafür aber (nach längerer Diskussion über unseren Status als Gruppe oder Nicht-Gruppe) in die Sainte Chapelle mit ihren beeindruckenden Mosaikfenstern, über die Felix einiges zu erzählen wußte (,,Herzlich Willkommen zu meinem Vortrag!”). Architektonisch am meisten beeindruckt hat uns dann jedoch La Grande Arche la Défense, ein gigantischer, moderner Triumphbogen, der eine Achse mit dem Arc de Triomphe an der Place de l’Étoile bildet, wo gerade die Feierlichkeiten zum 8. Mai mit viel Pomp und Militär vorbereitet wurden. Selbstverständlich haben wir auch über diese beiden Monumente einen Vortrag gehört.
 
                   
  
Eines unserer persönlichen Highlights war der Besuch der École allemande internationale iDSP im Vorort Saint-Cloud, wo wir nach freundlicher Begrüßung durch den stellv. Rektor Herrn Sommer und einer Führung durch die Schule Gelegenheit hatten, uns mit der 10. Klassen von Herrn Eits auszutauschen. Es war schön zu sehen, wie groß das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Sankt Petri war. Nach dem Austausch von Telefonnummern beschlossen wir, uns donnerstags nach dem Besuch von Montmartre und Connys Präsentation von Sacré Cœur ohne Lehrer wiederzutreffen, um die Stadt aus der Perspektive von ,,richtigen Parisern” erleben zu können, was dann auch geschah...
 
                 
&n